

Heute mal was mehr oder weniger Sinnvolles. In den USA zu studieren ist schon etwas anders vom Grundsatz her. Der größte Unterschied ist erstmal, dass es horrende Summen an Geld braucht. Nicht für mich weil ich mir die hier in Muskingum fälligen ca 25000$ spare. Der Amerikaner an sich aber nicht. Hinzu kommt, dass man für das Leben am Campus sowohl Unterkunft als auch Essen zahlen muss. Für mich macht das für ein Semester gute 4000$ was dann circa 2900€ sind. Die Vorlesungen hier bauen ziemlich alle irgendwie auf Büchern auf, die man sich dann kaufen sollte. Ich hab mir das gespart...ich brauch keine Bücher :-) Eine Tschechin, die Bio studiert hat zum Beispiel fast 1000$ nur für Bücher ausgeben MÜSSEN! Das is schon krass. Die Vorlesungen sind eigentlich alle mit Anwesenheitspflicht und man schreibt immer wieder Quizes (=Art Leistungsnachweise nur in kleiner), wodurch man gezwungen ist am Ball zu bleiben. Das Niveau is definitv nicht höher als bei uns, sogar eher niedriger, aber eben intensiver. Man hat seine Kurse immer 3 Stunden in der Woche auf zwei oder drei Tage aufgeteilt. Ich hab jetzt nur 4 Kurse, was nicht wirklich viel ist, aber die meisten Amis haben auch nicht mehr als fünf oder sechs. Bei mir kommt hinzu dass ich im Soccer Team bin, was schon viel Zeit in Anspruch nimmt. Wenn man in nem Team ist, ist man auch automatisch immer für alles entschuldigt was man versäumt und das is auf ein Semester gar nicht so wenig! Es gibt dann zwei Zeiträume für Prüfungen und man kann von A+(das beste) bis F(durchgefallen) alles bekommen. Man bekommt hier im Vorhinein auch einen ganz detaillierten Plan wann was an Stoff behandelt wird, wann die Quizes sind, wann Projekte starten und enden, einfach alles sehr detailliert. Das Equipment für alles ist sehr neu und gut und die Profs geben sich alle Mühe. Wie gesagt, das Niveau is wohl etwas niedriger als bei uns...die Bachelor Studiengänge dauern in Regelzeit vier Jahre. Sport wird sehr groß geschrieben aber das machts ja nicht schlechter! Freizeitmäßig is am Campus auch für jeden was dabei.
Alles in allem würde ich sagen: Man kann hier was lernen und trotzdem noch Spaß haben, man muss sich nur an ein Leben am Campus gewöhnen.
P.s. Der Chinese is mein Roommate (daran muss man sich auch erst gewöhnen, dass man ein Zimmer teilt am Campus...)
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