Freitag, 29. Januar 2010

Montreal






Mein Besuch in Montreal war wieder ganz anders als die Zeit in Toronto. Ein alter Schulfreund, der Mark, war nach seinem Semester an der Concordia Uni noch in der Stadt und ich hab die meiste Zeit mit ihm und seinen Studienkollegen verbracht. Montreal hat sowohl einen sehr alten als auch einen sehr modernen Teil und es is einfach für jeden was dabei. Wir waren schick essen, sind gut weggegangen, haben tolle Aussichten vom Mont Royal genossen, sind vor der Kälte in die Untergrundstadt (ja auch Montreal hat eine und die is sogar fast größer), sind für das berühmte 5-7Uhr Bier in nem Pub gesessen und ich hab zum ersten mal Poutine probiert. Das is ganz einfach ein Haufen Pommes mit Käse und Sauce...ich mags!

Hab hier meinen 25. Geburtstag gefeiert und zwar auf dem Igloofest (siehe Bild mit den ganzen lustigen Farben) am Hafen und dann in ner Bar Downtown. Wir haben auch nen ziemlich coolen Tagesausflug in die USA zu dem Skiresort Jay Peak in Vermont gemacht. Wetter war gut, kaum Leute, nicht zu kalt und der Schnee hat auch noch gepasst. 

Fazit: Viel geboten, sehr gute Kombination aus alt und modern, hat das besondere etwas...

Freitag, 22. Januar 2010

Toronto






10 Tage hab ich in dieser unglaublich tollen Stadt verbracht! Natürlich ist es immer was anderes eine Stadt nur im Winter zu sehen aber ich kann mir gut vorstellen, dass es im Sommer einfach nocchmal viel schöner is. Toronto ist multikulturell, hat tolle Viertel, tolle Gegenden außerhalb des Zentrums, ein großes unterirdisches System (der PATH, verbindet die Downtown Gegend) um sich vor der Kälte zu schützen, den Lake Ontario vor der Haustür und nette kleine Brauereien, die gutes Bier machen. An jedem Tag gibts was anderes zu sehen oder machen, das dann kostenlos ist und einfach durch die Stadt schlendern is sowieso gratis. Ich hab sehr viel gemacht in Toronto, kaum was alleine weil ich durch Couchsurfing so viele Leute kennengelernt habe, dass sich immer jemand findet, der einem die Stadt zeigt. Ich glaub ich bin im Schnitt mit unter 10 Dollar pro Tag ausgekommen und das is fast unschlagbar würd ich sagen. Ich könnt natürlich noch ewig weitererzählen aber das sprengt dann den Rahmen. Fazit: sehr multikulturell und sehr günstig wenn man Zeit hat...Toronto

Couchsurfing




Mein erster Stopp in Kanada war gleich mal ein sehr gelungener Einstand für diese Art zu reisen würde ich sagen, aber alles der Reihe nach. Ich musste Carina bzw Sie musste mich von Chicago aus fliegen lassen. Ich hab nen früheren Flug als erwartet genommen und meinem "Host" , bei dem ich meinen Couchsurfing Start hatte, nicht bescheid geben können somit war das etwas doof, dass ich da aus heiterem Himmel eine Nacht zu früh da war aber er hat mich gern aufgenommen. Couchsurfing is sozusagen wie bei nem Freund bleiben, den man aber vorher noch nie gesehen hat. Leute lassen dich einfach so bei sich wohnen (evtl eben auf einer Couch oder sogar in nem extra Zimmer) und man kann im Prinzip alles mitbenutzen und kommen und gehen wie man will. Ich spar mir dadurch viel Geld, lern tolle Leute kennen, bekomm Insider Tipps, werde in den Städten von Leuten rumgeführt die sich auskennen und hab eigentlich ausschließlich Vorteile :-)

Wer Lust hat sowas mal auszuprobieren kann sich ein Profil erstellen auf http://www.couchsurfing.org/index.html und dann mal schaun was das so is. Die Leute nehmen das aber schon sehr ernst also wenn man die behandelt wie ein Hostel is das natürlich nicht nett aber wenn man Interesse an den Menschen zeigt, die hinter den Couchen versteckt sind, hat man ne tolle Zeit. Die meisten sind auch viel unterwegs in der Welt und haben immer tolle Geschichten auf Lager! Die Fotos zeigen meine bisherigen Couchen, die ich gesurft habe. Die auf der ich grad lieg is jetzt nicht dabei, aber nur um mal einen Einblick zu bekommen, wie ich mich hier so rumtreibe.

Freitag, 15. Januar 2010

Chicago






Der letzte Stopp in den USA auf unserem sehr schönen vier Wochen Trip war im hohen Norden des Landes am Lake Michigan gelegen - Chicago, die "windy city". Dadurch, dass es sehr kalt und teilweise sehr verschneit war, haben wir unsere Tage hier eher gemütlich und nicht zu vollgepackt verbracht. Nichtsdestotrotz haben wir viel gesehen und gemacht, weil wenn man schon mal da ist muss man natürlich auch raus auf die Straßen. Wir waren auf dem Hancock Tower, haben in der Cheesecakefactory gespeist, waren Eislaufen, im Art Institute, im IMAX, haben die berühmte Deep Dish Pizza und den Chicago Hot Dog gegessen. Wir waren Shoppen auf der Magnificent Mile, im Millenium Park, haben uns den Navy Peer und irgendwie halt auch den Rest der Stadt angesehen. Mir hat Chicago an sich schon sehr gut gefallen nur die Tatsache dass einen echt alle 10 Minuten Leute anschnorren hat mich bissl gestört. Aber naja dafür kann ja Chicago wiederum nichts. Nach den letzten schönen Stunden dann sind wir beide zum Flughafen und Carina musste mich schweren Herzens nach Kanada fliegen lassen bevor sie dann selbst zurück nach München gedüst ist!

Nashville






Leider waren wir in Nashville nur eine Nacht auf der Durchreise aber die Eindrücke, die wir gewonnen haben waren durchweg positiv! Man spürt, dass Nashville eine der Musikhochburgen der USA ist. Viele der großen Studios wie zum Beispiel SONY haben hier ihren Sitz neben unzähligen weiteren Kleinen. Es war bitterkalt als wir in der Stadt rumgelaufen sind und am nächsten Morgen mussten wir schon gaaanz früh wieder raus um gen Columbus aufzubrechen wo wir dann unser Auto wieder zurückgegeben haben.

Lynchburg, Tennesse






Ich hätt fast geschrieben: Ein Kindertraum wird wahr! Es is natürlich mehr ein "junger Erwachsener" Traum wird wahr. Als Jack Daniels damals zu unserem Standardgetränk beim Weggehen wurde haben wir so oft gesagt, dass unser Traum mal wäre nach Lynchburg zu fahren um zu sehen wo das gute Zeug denn herkommt. Ich denk, da hab ich den Heimvorteil der USA gut ausgenutzt und der Besuch in der Jack Daniels Brauerei (die älteste in den USA) wars definitiv wert. Leider gibts hier keine Probe nach der Tour weil und das ist sehr ironisch, die Brauerei in einem Drytown liegt. Verrücktes Amerika. Die Tour an sich führt einen über das relativ große Gelände und zeigt ein paar ganz nette Einblicke in die Produktion und was es braucht um Whiskey zu machen. Den besonderen Geschmack bekommt Jack Daniels durch den Schritt "Mellowing" wo der Whiskey tropfenweise durch Kohle "gefiltert" wird und dadurch den Geschmack annimmt. 

Ich freu mich schon wieder auf ein paar Cowboyschorlen mit guten Freunden!

Tuscaloosa, Alabama




Die meisten werden sich jetzt fragen. Was zur Hölle is das? Und wieso muss man das auf einer USA Reise machen und dann auch noch hier erwähnen. Im Prinzip ists ganz einfach. Ein guter Freund von mir, der Ross, hat dort mal für ein paar Jahre gelebt und is dort zur Schule gegangen. Da der Ort sozusagen direkt auf dem Weg von New Orleans nach Lynchburg war wollt ich da unbedingt stehenbleiben. Hab dann von dem riesen Footballstadion der Uni ein paar Bilder gemacht und dann sind wir auch schon weitergefahren.

Freitag, 1. Januar 2010

new orleans






eine stadt mit zwei gesichtern - besser kann man es wohl nicht beschreiben. zum einen das french quarter und teile des business district downtown, die wirklich sehr schön sind. im speziellen natürlich das french quarter mit seinen eher engen straßen, diesen ganzen wunderschönen häusern mit den netten balkonen wo es an jeder ecke nach leckerem essen duftet und unglaublich viele leute auf den straßen unterwegs sind. von überall tönt jazz musik und was sehr ungewöhnlich für die USA ist, alle leute laufen mit alkohol auf den straßen rum :-) 

als krasser gegensatz dazu steht dann wahrscheinlich fast der ganze rest dieser stadt wobei natürlich einige teile sicher schlimmer sind als andere. man merkt einfach dass der hurricane hier vieles kaputt gemacht hat und sehr viele menschen einfach nicht das schnelle geld haben um gleich wieder alles neu herzurichten. das touristenviertel strahlt wieder (aber wenn man es weiss bildet man sich auch hier ein die auswirkungen noch zu spüren) und der rest hat sehr zu kämpfen.

an silvester selbst und auch am tag danach waren die straßen den ganzen tag lang voller leute die alle in bester laune waren. wir zwei haben uns das teuerste restaurante der stadt ausgesucht und fast 2 stunden auf einen tisch gewartet (was aber gar nicht schlimm war dank der bar) um dann sehr edel zu speisen und danach durch die straßen zu "schlendern". schlendern steht hier eher für rumgeschoben werden. oh mein gott waren das viele menschen vor allem in der haupt feier dir den arsch ab straße, der bourbon street. wir sind dann richtung dem feuerwerk über dem mississipi, haben mit einem becher sekt angestoßen und uns dann nach dem laaangen feuerwrk im aufkommenden wind gen heimat aufgemacht. alles in allem ein sehr schönes silvester wie ich finde. am nächsten tag sind wir dann mit der canal street ferry (bekannt aus dem film deja vú) gefahren und noch ein bissl durch die straßen geschlendert und haben die letzten sonnenstrahlen genossen. ab jetzt gehts richtung norden und es wird immer kälter...

mobile, alabama






die einzige küstenstadt alabams hat mich jetzt nicht so wirklich von ihrer schönheit überzeugt. die architektur ist ja wirklich ganz schön, aber trotzdem wirken große teile einfach runtergekommen nach dem hurricane katrina. unsere unterkunft hat mir sehr gut gefallen. diese typische südstaaten bauweise mit den balkonen und so, das hat schon was. nach einem eher kurzen stadtspaziergang haben wir uns dann den rest des tages auf einem alten schlachschiff, der USS alabama, das im hafen von mobile liegt die beine vertreten. sowas mal zu sehen war schon beeindruckend. ein riesiges teil und es hat sieben seeschlachten mitgemacht ohne zu sinken. fast am besten fand ich dass man hier jeden winkel des schiffes erkunden konnte. danach gings weiter nach new orleans.

wakulla springs state park






das war mal ein sehr entspannender ort. nach der ankunft haben gut gespeist und sind dann beide vor einem großen kaminfeuer beim lesen eingedöst. am nächsten tag gings bei sonnenschein auf eine kleine bootstour. die unberührte natur hier war einfach unfassbar schön und man wusste gar nicht wo man zuerst hinschaun soll. kein wunder dass der fluss schon für einige filme u.a. tarzan als kulisse gedient hat. zum frühlingsanfang hin wenn das wasser hier ganz klar is, kann man in eine der tiefsten unterwasserquellen der welt hinabsehen, das wasser hat das ganze jahr über ca 70 fahrenheit was ca 21 celsius sind. es gibt unglaublich viele aligatoren, seekühe, alle möglichen vögel, schildkröten und einfach eine absolut traumhafte natur, die man nur genießen kann. wenns draußen trotz sonne nicht gar so kalt gewesen wär, wär ich wohl zum baden gegangen hier. das wasser geht ja von der temperatur und die seekühe, die gar nicht mal so klein sind, halten sich auch gern bei den schwimmern auf. also dieser kleine abstecher (der sich lohnt, wie es im lonely planet heisst) wars wirklich sehr wert!

golfküste




die golfküste haben wir eher schnell hinter uns gelassen, wir mussten mal ein paar meter machen richtung new orleans und haben sozusagen nur eine nacht in irgendeinem hotel, das viel zu teuer war, verbracht und sind dann relativ schnell weiter gezogen. als zwischenstopp hatten wir überlegt mit manatees aka seekühen schwimmen zu gehen aber leider wars an dem tag etwas windig und kalt und wir haben uns nur bissl an nen strand gesetzt um mal durchzuschnaufen. am ende sind wir dann am oberen rand floridas in nem state park geblieben, dem wakulla springs state park.

the everglades






auf dem weg von miami in die everglades sind wir noch in der größten shopping mall floridas, in sawgrass mills, zum einkaufen gegangen und haben bissl geld in dem wirklich unvortsellbar großen monster gelassen. einfach wahnsinn!

danach gings dann nach everglades city, das mehr am nördlichen rand des everglade national park liegt und dadurch nicht das typische bild, das man aus film und fernsehen kennt widerspiegelt. also hier is eben weniger gras sondern eher mehr mangroven und cypressen die im wasser stehen. diese machen aber sowieso den größten teil der everglades aus, aber man hätte halt auch gern so die archetypischen landschaften gesehen. auf den straßen durch den oberen teil des nationalparks waren öfter mal schilder, dass panther oder bären oder aligatoren die straße überqueren könnten. wir haben leider oder gott sei dank nichts gesehen. nichtsdestotrotz war unser ausflug mit einem airboat wirklich fein. wenn die gas geben, blästs einem ganz schön ins gesicht. wir haben dann auch einen aligatoren gesehen und sonst auch viele tiere. nach der fahrt haben wir dann beide mal so nen babyaligator auf den arm genommen.